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Pflegekonzept
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Warum die alten Menschen zu uns kommen
Mit dem Älterwerden nimmt die Anfälligkeit und die Zahl der Krankheiten und Beschwerden, mit denen Menschen belastet sind, drastisch zu. Spezifische Krankheitsbilder des alten Menschen wie Morbus Parkinson oder die präsenile Demenz vom Alzheimer-Typ werden mit zunehmender Häufigkeit diagnostiziert. Unter diesen Gesichtspunkten wird es für den Einzelnen bzw. die Familie des Erkrankten schwer oder unmöglich, die erforderliche Pflege sicherzustellen.
Die Menschen kommen daher aus den verschiedensten Gründen zu uns. Hierzu gehören sowohl die Hilfsbedürftigkeit bei anatomischen und physischen Fehlfunktionen aufgrund von Unfall, Alter oder Krankheit, als auch psychische Veränderungen, die durch den Verlust des Partners, des Freundeskreises sowie des Rückzugs der Kinder entstehen. Im letzteren Fall tritt bei vielen alten Menschen Isolation auf, die notwendigen Umgangsformen wie gemeinsame Spaziergänge, Kaffeerunden, Gesprächskreise und der Austausch von Informationen finden nicht mehr statt.
Damit führen sowohl physische als auch psychische Einschränkungen dazu, dass der alte Mensch nicht mehr in der Lage ist, sämtlichen Aktivitäten und existentiellen Bedürfnissen des täglichen Lebens nachzukommen. Er kann in unserem Haus in diesen Bereichen eine hilfreiche Unterstützung finden.
Unabhängig von individuellen Defiziten und Problemen bedingen zusätzlich gesellschaftliche Veränderungen, dass alte Menschen in unser Haus kommen. Auf eine Familie ausgerichtete Wohnungen und auch die zunehmende Berufstätigkeit von Frauen machen es immer unwahrscheinlicher, dass mehrere Generationen gemeinsam leben. In dieser Situation können wir Menschen in unserem Wohn- und Pflegeheim einen Platz geben, der ihr neues und vielleicht endgültiges Zuhause werden soll.
Welche Ziele wir mit unserer Arbeit verbinden
Oberstes Ziel der Betreuung alter und kranker Menschen im Wohn- und Pflegeheim to huus ist es, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen zu erhalten und zu fördern.
Alten Menschen, die den Großteil ihres Lebens außerhalb unserer Einrichtung verbracht haben, und dieses Leben auch selbstständig gestaltet haben, wollen wir es nicht zumuten, sich vollständig festgefügten Abläufen anzupassen. Unser Pflegealltag orientiert sich am Bewohner.
Es ist ein weiteres Ziel unserer Einrichtung, den Bewohnerinnen und Bewohnern den Umzug in unser Haus so einfach wie möglich zu gestalten. Die Konfrontation mit Sterben und Tod, der Ortswechsel und neue Mitmenschen führen viele Menschen in eine tiefe Krise. Unser Personal ist in dieser schweren Situation unterstützend tätig. Auch die Begleitung von Sterbenden und die Nachsorge mit trauernden Angehörigen ist ein weiteres und wichtiges Ziel unserer Einrichtung.
Wie wir diese Ziele erreichen
Der mit Abstand wichtigste Baustein bei der Erreichung dieser Ziele sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Hause. Sowohl ein hoher Anteil an geschultem und ausgebildeten Personal als auch die Einhaltung der vorgegebenen Stellenschlüssel ist für uns von hoher Wichtigkeit. Doch neben solchen fassbaren Kriterien ist für uns bei der Auswahl des Personals vor allem die menschliche Haltung einer zukünftiger Mitarbeiterin oder eines zukünftigen Mitarbeiters entscheidend. Sie oder er muß sich zur Altenpflege "berufen" fühlen und mit Sensibilität und Freude mit dem individuellen, alten Menschen arbeiten. Wir unterstützen diese Arbeit durch den Einsatz von Pflegehilfsmitteln wie Liftern, Hubbadewannen oder Rollatoren und stellen zusätzlich über eine enge Kooperation mit den örtlichen Krankenkassen die Versorgung mit anderen Pflegehilfsmitteln sicher.
Wie wir die Qualität unserer Arbeit sicherstellen
Es ist für uns von unverzichtbarer Bedeutung, den alten Menschen nicht nur umfassend zu pflegen, sondern hierbei auch einen hohen Qualitätsstandard fortlaufend sicherzustellen. Wir haben eine Vielzahl von Strukturen und Abläufen geschaffen, die diese Qualitätssicherung gewährleisten. Hierzu gehören neben der Auswahl und dem Einsatz von qualifiziertem Personal auch die Durchführung von regelmäßigen Fortbildungen im medizinischen, pflegerischen Bereich sowie auf dem Gebiet der Freizeitgestaltung. Die kontiniuerliche Zusammenarbeit mit Altenpflegeschulen und die Mitarbeit von Schülerinnen und Schülern der Altenpflege in unserem Hause führen dazu, dass neueste Erkenntnisse und Ideen in den Pflegealltag eingebracht werden und dass ein reger Gedankenaustausch stattfindet.
Wir unterstützen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit durch gemeinsam erarbeitete Pflegestandards, um sicherzustellen, dass vor allem im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner Pflege im richtigen Umfang, mit den richtigen Mitteln und zur richtigen Zeit durchgeführt wird. Neben Pflegestandards schaffen auch Stellenbeschreibungen, die in unserem Haus erarbeitet wurden und die das Arbeitsfeld von angelernten und ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abstecken, klare Strukturen und Zielvorgaben.
Unverzichtbar im System unserer Qualitätssicherung ist die Pflegedokumentation. In ihr sind die Fähigkeiten und Probleme, die Biographie des jeweiligen Bewohners und der jeweiligen Bewohnerin verzeichnet und hierin wird ebenfalls im täglichen Ablauf festgehalten, welche Beobachtungen gemacht wurden, welche Anordnungen erlassen wurden und welche pflegerische Maßnahmen durchgführt wurden. Um unser Pflegepersonal im täglichen Bemühen um Qualitätssicherung nicht allein zu lassen, werden durch die Pflegedienstleitung unseres Hauses regelmäßig Pflegebesuche bei jeder einzelnen Bewohnerin und jedem einzelnen Bewohner durchgeführt. Hier können positive und negative Aspekte der Pflegearbeit kontinuierlich erfaßt werden und notwendige Korrekturen vorgenommen werden. Auch die Arbeitsabläufe werden so ständig auf ihre Aktualität und Zielgerechtigkeit hin überprüft und soweit nötig, in Abstimmung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern modifiziert.
Bei dem Einzug in unserem Haus und in regelmäßigen Abständen wird von verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine individuelle Pflegeplanung für jeden Bewohner erstellt. Nur durch die spezifische Analyse der Bedürfnisse und Fähigkeiten des jeweiligen alten Menschen und durch die Entwicklung genauer planerischer Vorgaben kann die notwendige Struktur und Qualität in der Pflegearbeit sichergestellt werden.
Ein wichtiger Qualitätsaspekt in unserer Arbeit ist auch die Einbeziehung der Erfahrungen und Kenntnisse der Angehörigen in die Pflege des alten Menschen. Die Familie und der engere Freundeskreis kennen die Gepflogenheiten der zu Pflegenden sehr genau, die wir gerne und umfangreich in unserer Pflege berücksichtigen.
All die beschriebenen Strukturen, Abläufe und Zielvorgaben können jedoch nur als Basis dienen. Die Qualifikation der einzelnen Pflegekraft und die Erfahrung über das Miteinander von Bewohnerinnen, Bewohnern und Personal gestalten den Tagesablauf und sichern die Qualität. Dabei bleibt die Individualität der einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner der Grundgedanke unseres Handelns.
Jede Person, die in unserem Hause Aufnahme sucht und findet, darf sich als ganzer Mensch angenommen und willkommen fühlen.
Der Bewohner und die Bewohnerin steht im Mittelpunkt unseres Tun und Handelns. Seine und ihre Zufriedenheit ist der Maßstab unserer Arbeit.
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